Tricarbon – Enzyklopädie

Tricarbon (systematisch als 2 2 -propadien und Catena -tricarbon bezeichnet) eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel C
2
(μ-C)
(auch geschrieben [C(μ-C)C] oder C
3
). Es ist ein farbloses Gas, das nur als Addukt in Verdünnung oder Lösung verbleibt. Es ist eines der einfachsten ungesättigten Carbene.

Es handelt sich um einen kleinen Kohlenstoffcluster, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Schweif eines Kometen von William Huggins erstmals spektroskopisch beobachtet und anschließend in Sternatmosphären identifiziert wurde. Tricarbon befindet sich im interstellaren Raum und kann im Labor durch einen Prozess namens Laserablation hergestellt werden. Kleine Kohlenstoffcluster wie Tricarbon und Dicarbon gelten als Rußvorläufer und sind an der Bildung bestimmter Industriediamanten und an der Bildung von Fullerenen beteiligt. Die Grundzustands-Molekülgeometrie von Tricarbon wurde über seine charakteristischen symmetrischen und antisymmetrischen Streck- und Biegeschwingungsmodi als linear identifiziert und weist Bindungslängen von 129 bis 130 Pikometer auf, die denen von Alkenen entsprechen. Das Ionisationspotential wird experimentell bei 11 bis 13,5 Elektronenvolt bestimmt. [1] Im Gegensatz zum linearen Trikohlenstoffmolekül ist das C +
3
Kation gebogen.

C 3 wurde auch als vorübergehende Spezies bei verschiedenen Verbrennungsreaktionen identifiziert. [ Zitat erforderlich

Die Erzeugung von C 3 wurde in den 1960er Jahren von Professor Emeritus Philip S. Skell von der Pennsylvania State University untersucht. [ Erforderliche Quellenangabe

Nomenklatur Bearbeiten

Die systematischen Bezeichnungen 2 2 -Propadien und μ-Carbidodicarbon gültige IUPAC-Bezeichnungen, sind entsprechend aufgebaut zu den Substitutions- bzw. Additions-Nomenklaturen.

In geeigneten Zusammenhängen kann Tricarbon als Propadien mit vier entfernten Wasserstoffatomen oder als Propan mit acht entfernten Elektronen angesehen werden; und als solche können Propadiendiyliden oder Propantetrayliden als kontextspezifische systematische Namen gemäß der Substitutionsnomenklatur verwendet werden. Standardmäßig berücksichtigen diese Namen nicht die Radikalität des Trikohlenstoffmoleküls. In einem noch spezifischeren Zusammenhang können diese auch den nicht-radikalen Singulett-Zustand nennen, während der diradikale Zustand Propadiendiylyliden oder Propandiyldiyliden und der tetraradikale Zustand Propedientetrail genannt wird oder Propanetetraylyliden . [ Erforderliche Angabe

Siehe auch Bearbeiten

Referenzen Bearbeiten ]

Weiterführende Literatur [ Bearbeiten ]